Staedte - Lissabon, Portugal
Die Hauptstadt
Portugals und des gleichnamigen
Regierungsbezirkes, liegt an einer Bucht der Flußmündung
des Tejos im äußersten Südwesten Europas an der
Westküste der Iberischen Halbinsel am Atlantik. Als größte
Stadt Portugals mit dem wichtigsten Hafen, dem Regierungssitz,
den obersten Staats- und Regierungsbehörden, sechs Universitäten
und der Akademie der Wissenschaften ist Lissabon das wirtschaftliche
und kulturelle Zentrum des Landes. Das Stadtgebiet von Lissabon
entspricht auch dem Kreis und umfasst 83,84 km² Fläche
mit 517.802 Einwohnern. Im Einzugsgebiet der Stadt (sog. Área
Metropolitana de Lisboa) u.a. mit den Orten Oeiras, Cascais, Almada,
Amadora leben jedoch mit ca. 2.683.000 Einwohnern mehr als 25%
der portugiesischen Bevölkerung. Die Baixa (dt. Unterstadt)
liegt direkt am Ufer des Rio Tejo und wird vom Burgberg mit dem
Castelo de São Jorge, der Alfama und dem Hügel des
Bairro Alto eingerahmt. Sie ist das Geschäfts- und Bankenviertel
von Lissabon.
Sehenswertes
»Park
der Nationen« nennt sich das frühere Expogelände
mit Messehallen, Yachthafen, Museums- und Theaterhallen, Gärten
und dem beachtlichen Ozeanarium (tgl. 10 bis 18, Sommer bis 19
Uhr, 9 Euro, www.oceanario.pt) mit Haien und anderem Meeresgetier.
Rundherum kann man herrlich flanieren und ausgehen: An der Flusspromenade
reihen sich Restaurants und Bars aneinander - ein Idealziel für
junge Leute, vor allem im Sommer! Sehr sehenswert ist auch der
benachbarte moderne U-Bahnhof Oriente, ein Gesamtkunstwerk aus
Skulpturen, großen Azulejobildern und Designermöbeln.
Auf der Website www.metrolisboa.pt können Sie die Wandgemälde
aller U-Bahn-Stationen im Internet anschauen. Im Shopping Centre
Vasco da Gama herrscht munteres Treiben in Restaurants und Bistros
- hier sollten Sie sich eine Pause gönnen! Von den Terrassen
bietet sich ein guter Ausblick. Besser noch ist er von der Torre
Vasco da Gama (Wiedereröffnung Mitte 2005), einem 140 m hohen
Panoramaturm, über dessen Aussichtsplattform oft heftige
Winde pfeifen. Von hier aus schaut man auf die begrünten
Ufer sowie die Ponte Vasco da Gama, die die Tejobucht auf gut
17 km Länge überspannt. Ebenfalls ein Erlebnis: eine
Seilbahnfahrt mit dem Teleférico Lisboa, das lebhafte alte
Expogelände zu Füßen.
Sé (Kathedrale)
Etwas unterhalb des Platzes Santa Luzia steht die wuchtige Sé
von 1147. Sie ist das älteste Bauwerk der Stadt und gleicht
einem Festungsbau.
Parque
de Eduardo VII/Avenida da Liberdade
Eine der bekanntesten Aussichten Lissabons ist der Blick von der
Anhöhe der großen Parkanlage Eduardo VII über
die Stadt hinunter zum Tejo. Unterhalb des Parks liegt der große
Platz Marquês de Pombal. Er ist Ausgangspunkt der Avenida
da Liberdade, der palmengesäumten Prachtstraße mit
acht Fahrbahnen, zehn Baumreihen und sechs Bürgersteigen,
die meisten von ihnen kunstvoll mit Mosaikornamenten gepflastert.
Palácio
de Fronteira
Das Schloss mit großer Gartenanlage im Vorort Benfica galt
im 17. Jh. als achtes Weltwunder. Führungen Di-Sa 10-17 Uhr,
Voranmeldung unter Tel. 217 78 20 23, Palast und Garten 5 Euro,
Largo São Domingos de Benfica
Docks
von Alcântara/Cais do Sodré
Entlang dem Tejo sind viele Promenaden entstanden. Die Esplanada
da Doca de Santos ist Lissabons Ausgehmeile Nummer eins: Cafés,
Barrestaurants und Diskotheken in ehemaligen Hafengebäuden.
Belém
Altes Stadtviertel 7 km westlich des Zentrums. Am Ufer des Tejo
stehen architektonische Zeugen des goldenen Entdeckerzeitalters:
das Jerónimos-Kloster, das moderne Seefahrerdenkmal Padrão
dos Descobrimentos und die Torre de Belém (Di-So 10-17,
im Sommer 10 bis 18.30 Uhr, 3,50 Euro), das Wahrzeichen Lissabons.
Der kunstvolle Festungs- und Leuchtturm aus dem 16. Jh. mit manuelinischen
Bauelementen stand früher auf einer Insel und diente als
Verteidigungsbollwerk der Hafeneinfahrt. Durch die Verlandung
des Flusses steht er heute fast am Ufer. Besucher können
einen Blick in die einstigen Kerker werfen und bis zur 35 m hohen
Plattform steigen. In Sichtweite von der Torre de Belém
reckt sich gleich am Yachthafen stolz das Padrão dos Descobrimentos
(Denkmal der Entdeckungen) 52 m in die Höhe. Auf dem Bug
einer steinernen Karavelle stehen überlebensgroß portugiesische
Entdecker und natürlich Heinrich der Seefahrer. Ein Aufzug
(Di bis So 9-17, Sommer 9-18.30 Uhr, bei Redaktionsschluss außer
Betrieb, 2 Euro) führt aufs Dach des Denkmals. Prächtige
Aussicht! Das Mosteiro dos Jerónimos (Hieronymus-Kloster,
Di-So 10-17, im Sommer 10-18.30 Uhr, 4,50 Euro, www.mosteirojeronimos.pt)
ist ein Paradebeispiel manuelinischer Baukunst: König Manuel
I. gab es Ende des 15. Jhs. in Auftrag, doch erst nach 50-jähriger
Bauzeit wurde das Kloster fertig gestellt. Prächtiges Südportal,
innen das Grabmal von Vasco da Gama. Der nördlich an die
Kirche angrenzende Kreuzgang gilt vielen als der schönste
Portugals.
Alfama
Alfama nennt sich Lissabons ältester Stadtteil. Hier läuft
man durch enge Gässchen und steile Treppenstraßen,
in denen der Fado entstanden sein soll, vorbei an romantischen
Lichthöfen und Mauerbögen. Als Ausgangspunkt für
einen Bummel durch die Alfama sollten Sie den Miradouro de Santa
Luzia oder das Castelo de São Jorge wählen, den schönsten
Aussichtspunkt der Stadt. Bis zum 16. Jh. war die Burganlage königliche
Residenz.